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Schnitzen für Kinder

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Gerade der Frühling und der Sommer sind ideal, um mit Kindern kleine Schnitzprojekte zu realisieren. Durch Schnitzen können die motorischen und künstlerischen Fähigkeiten der Kinder erweitert werden, sie können Eigenverantwortung übernehmen und nach Beendigung stolz auf ihre Werke blicken. Natürlich sollten gerade die ersten Schnitzversuche unter Aufsicht und Anleitung der Eltern oder einer Aufsichtsperson stattfinden. Was sonst noch beachtet werden sollte, ist hier zusammengefasst:

Ab welchem Alter können Kinder schnitzen?
Hier ist die Einschätzung der Eltern gefragt. Ob ein Kind bereit ist, mit einem scharfen Messer zu arbeiten, hängt ganz von der individuellen motorischen Entwicklung ab. Grundsätzlich gilt, dass Kinder im Alter zwischen neun und zehn Jahren motorisch weit und sicher genug entwickelt sind, unter Aufsicht schnitzen zu können. Sicherlich gibt es aber auch Kinder die früher oder auch erst später bereit dafür sind.

Grundlegende Schnitz-Regeln:
Nie unbeaufsichtigt schnitzen lassen – Gerade am Anfang sollte immer eine Aufsichtsperson anwesend sein, um auf die Handhabung des Messers zu achten, und gegebenenfalls einschreiten und korrigieren zu können.
Nur im Sitzen schnitzen – Kinder sollten eine angemessene Umgebung und einen bequemen Sitzplatz haben.
Nicht mit offener Klinge laufen.
Immer vom Körper wegschnitzen.
Auf genügend Platz und Abstand zum Nachbar achten (mindestens zwei Armlängen).
Nur ausgeruht und ausgeschlafen schnitzen.

Welche Messer sind geeignet?
Kinder können zunächst am besten mit speziellen Kindertaschenmessern und Kinderschnitzmessern arbeiten. Durch den Einklappschutz, rostfreien Edelstahl und die abgerundeten Spitzen wird die Verletzungsgefahr gerade am Anfang deutlich verringert. Unter anderem führen Viktorinox, Opinel oder Wenger spezielle Messer. Beim Messerkauf sollte immer auf Qualität geachtet werden – stabile und scharfe Klingen, gute Griffe und die richtige Größe helfen kleinen Kinderhänden, schnell erste Erfolge zu erzielen.

Welches Holz ist geeignet?
Kurzfaserige Holzsorten wie Linde, Pappel, Birke und Hasel sind gut geeignet. Von diesen Hölzern lässt sich die Rinde leicht lösen. Grundsätzlich gilt: je frischer das Holz ist, umso leichter lässt es sich verarbeiten.

Ideen für erste Schnitzversuche:
Der Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Ob am Ende Peil und Bogen, Holzfiguren, kleine Holzpilze oder doch einfach ein mit schönen Mustern versehener Stock dabei heraus kommen sei jedem kleinen Schnitzkünstler selbst überlassen. Denn wie so oft ist auch beim Schnitzen der Weg das Ziel und einfach die Tatsache, selber etwas mit dem Messer zu bearbeiten und verändern zu können oftmals das schönste Ergebnis.

Gute Schnitzbücher
Kleine Schnitzereien – Grünholz schnitzen unterwegs und überall von Chris Lubkeman
Schnitzen mit Kindern: Kreativ und einfach von Frank Egholm
Outdoor mit dem Taschenmesser: 63 Bushcraft-Projekte für Waldcamp und unterwegs von Felix Immler (für Fortgeschrittene Schnitzer)

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