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Leben mit Kindern – Saskia

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Tolle Mamas und Papas und ihr Leben mit und um ihre Kinder – das ist das Thema der ManyMiniThings-Serie ‚Leben mit Kindern‘. Wir freuen uns ganz besonders, dass Saskia, Mutter zweier kleiner Mädchen und Verfasserin des Blogs ‚a lovely journey‘ den Anfang macht. Wir haben ihr ein paar Fragen zu ihrem Leben und ihren Lieben gestellt…

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Ihr seid in den letzten beiden Jahren zweimal mit Sack und Pack umgezogen. Erzähl doch mal ein bisschen wie es dazu kam.
Genau, kurz nach der Geburt unserer zweiten Tochter sind wir 2014 nach Berlin Mitte gezogen. Vor gut einem Monat haben wir dort schon wieder unsere Zelte abgebrochen und sind in die Schweiz ‚ausgewandert‘. Beide Male hat sich die Chance ergeben und wir haben sie gerne genutzt. Den Wunsch auch außerhalb von Deutschland zu leben hatten mein Mann und ich schon früh – mit zunehmendem Alter unserer Kinder – und natürlich dem immer näher rückenden Schulalter unserer Großen – haben wir uns so quasi auf den letzten Drücker noch diesen Traum erfüllt.

Und wie fühlt ihr euch jetzt in der Schweiz? Vermisst ihr das Großstadtleben?
Um ehrlich zu sein fühlt es sich für mich auch nach über sechs Wochen wie Urlaub an. Da ich selbst eher ländlich aufgewachsen bin, liebe ich die neue Freiheit, die unsere Kinder nun haben und genieße den Abstand zum Rummel. Aber natürlich vermissen wir unsere Freunde und hat so ein hipper Kiez vor der Haustür in puncto Kaffee und Shopping auch seine klaren Vorzüge.

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Du hast einen erfolgreichen Blog und bist auch auf Instagram bekannt. Wie und wann hat das alles begonnen?
Wow, wie das klingt… Nein im Ernst, Erfolg ist natürlich etwas ganz Subjektives und ich bin dankbar für das tolle Feedback und die Möglichkeiten die sich dadurch ergeben haben. Den Blog habe ich 2012 gestartet, damals war unsere älteste Tochter erst wenige Monate alt und für mich war und ist er ein wunderbares Ventil für all die neuen Erfahrungen und Eindrücke als Mutter. Vor meiner zugegeben etwas ausgedehnten Elternzeit habe ich als PR-Beraterin auf Agenturseite mit Bloggern zusammengearbeitet, für mich also auch ein prima Weg um beruflich nicht ganz den Anschluss zu verlieren.

Du bist so wunderbar kreativ. Auf deinem Blog gibt es viele tolle DIY-Anleitungen. Woher bekommst du all diese tollen Ideen?
Vielen Dank! Ich mag mich da aber gar nicht mit fremden Federn schmücken – zu vielen der Ideen inspirieren mich andere Blogger und natürlich tragen das kunterbunte Familienleben und eigene Kindheitserinnerungen auch ihren Teil bei.

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Da du zu Hause arbeitest, gibt es überhaupt eine Trennung zwischen privaten und beruflichen Aktivitäten?
Ich persönlich sehe den Blog bis heute nicht als Arbeit und das ist auch gut so. In erster Linie bin ich aktuell Mama und wenn am Ende des Tages noch Zeit und Energie übrigbleibt, nutze ich die gerne und entspanne mich beim Bloggen. Die Ideen und Bilder entstehen also meist im normalen Alltag. Wenn ich tatsächlich mal etwas rein für den Blog mache, artet das aber tatsächlich auch schnell in Stress aus und da kenne ich um ehrlich zu sein meine Priorität sehr genau.

Mama, Ehefrau, Blog, Gastbeiträge auf anderen Blogs (unter anderem hier bei uns…), Haushalt – wie schaffst du das alles?
Gar nicht! Die perfekte Balance gibt es schlicht nicht und an manchen Tagen bleibt die Bügelwäsche dann einfach mal liegen und beantworte ich abends lieber eure Fragen – auf die ihr zugegeben auch schon ein bisschen warten müsst. Es hilft aber auf jeden Fall ungemein seine Prioritäten zu kennen – und apropos, wusstest ihr, dass es die Priorität erst seit dem 19. Jahrhundert als Plural gibt? Was mich aber unglaublich erdet – und wovon alle Bereiche letztlich nur profitieren – sind das analoge Wochenende, an dem Social Media und Co. für mich konsequent ruhen, und mein Glaube, in dem ich immer wieder tiefe Ruhe und Zufriedenheit finde.

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Wie sind deine beiden Kinder mit euren Umzügen umgegangen?
Für die Kleine war es mit knapp 2 Jahren noch kein großes Thema – für die Große, die im Herbst 5 wird, hingegen schon eher. Wir haben versucht beide ein bisschen in den Prozess mit einzubeziehen – von vielen Fotos aus der neuen Wohnung über das Packen der eigenen Kisten bis hin zum gut geplanten Willkommens-Programm hat vor allem mein Mann den Start einfach für uns Mädchen gemacht.

Wie sieht ein normaler Tag bei euch aus?
Der normale Alltag beginnt für mich, wenn mein Mann morgens das Haus verlässt. Wir richten uns bei der Tagesplanung meist nach dem Wetter – verbringen viel Zeit draußen, basteln, lesen, backen gemeinsam und treffen uns natürlich auch gerne mit Freunden. Der Tag endet meist mit dem gemeinsamen Abendessen und wenn die Kinder danach im Bett liegen, weiß ich, was ich getan habe.

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Wie hat dich das Muttersein verändert?
Durch unsere Kinder durfte ich wieder lernen die kleinen Wunder im Alltag wahrzunehmen und natürlich bin ich durch die neue Rolle auch ein Stück erwachsener geworden.

Vermisst du manchmal die Zeit vor den Kindern?
Wenn ich etwas vermisse, dann das Ausschlafen am Wochenende und mehr Zeit als Paar. Ansonsten bin ich einfach nicht der Typ, der sein Herz an Vergangenes hängt.

Was ist das Anstrengendste am Mama sein?
Ich denke das ändert sich sehr stark mit dem Alter der Kinder. Anfangs fand ich die schlaflosen Nächte wirklich hart und die permanente Fremdbestimmung über den eigenen Körper – mit zunehmendem Alter sind es für mich dann eher Fragen in der Erziehung und die Einsicht eben nicht alles richtig machen zu können, Grenzen zu haben und diese auch regelmäßig zu erreichen.

Und was das Schönste?
Wo soll ich da anfangen? Bei allem was Elternsein an Mühe kostet bekommt man so unbeschreiblich viel zurück. Ein kleines Küsschen im größten Trubel, „Mama, ich liebe dich!“ zu hören und zu sehen wie sich das kunterbunte Puzzle namens Familie jeden Tag ein Stückchen weiter zusammenfügt.

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Hast du auch mal Zeit für dich? Und was machst du dann?
Ja, Zeit für mich ganz alleine muss einfach sein. Meist gehe ich dann joggen, mit richtig lauter Musik auf den Ohren. Und wenn die Kinder abends im Bett liegen lese ich gerne ein gutes Buch oder lasse mich auch einfach mal hundemüde von dem Fernseher berieseln – ein Hoch auf zeitversetztes Fernsehen!

Du teilst regelmäßig als Gastautorin bei ‚a pinch of style‘ wunderbare Rezeptideen. Was sind eure derzeitigen Lieblingsrezepte?
Für mich muss Essen mit Familie vor allem schnell und einfach sein – wenn es nach den Kindern geht dürften hier zwar jeden Tag Nudeln auf dem Tisch stehen. Aber auch Curryhühnchen mit Kokosreis und Möhrenpfannkuchen stehen hoch im Kurs.

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Worauf achtest du, wenn du etwas für deine Kinder kaufst?
Für mich persönlich kommt die Qualität an erster Stelle – egal ob Klamotten oder Spielsachen. Aber natürlich soll es den Kindern auch gefallen und zum Glück gibt es da ja auch noch die Familie und Freunde, die regelmäßig genau das Kaufen, was es bei Mama und Papa sonst nicht gibt.

Was wünschst du dir für deine Zukunft? Und für die Zukunft deiner Kinder?
Für meine Mädchen wünsche ich mir, dass sie sich ein Leben lang gute Freundinnen sind – und auch für uns als Familie wünsche ich mir ein herzliches, ehrliches Verhältnis, Zusammenhalt und Raum für die eigene Entfaltung.

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Welche beiden Erkenntnisse aus deinem bisherigen Muttersein kannst du anderen Müttern weitergeben?
Glaubt bitte nicht alles, was ihr in Ratgebern und dem Internet lest und seid nicht so hart zu euch selbst – ehrlich, i h r seid die wahren Rockstars!

Vielen Dank für deine Zeit und das tolle Interview liebe Saskia!

1 Kommentare

  1. Was für ein schöner Anfang eurer Serie! Saskia, ich bin immer wieder beeindruckt wie geerdet du bist, ehrlich und einfach erfrischend deine Ansichten zu lesen. Danke.

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