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Hinter den Kulissen – Paula Janz

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Paula Janz Maternity bietet wunderschöne Mode für werdende Mütter, die auch nach der Schwangerschaft und Stillzeit getragen werden kann. Paula Janz, die Gründerin des Labels legt besonders Wert auf feminine und bequeme Mode aus hochwertigen Materialien. Wir durften hinter die Kulissen des Berliner Labels schauen und haben ein paar Fragen gestellt…

Liebe Paula, Du bist in einer „künstlerisch ambitionierten, russischen“ Familie aufgewachsen. Kannst Du uns etwas mehr über Deine Kindheit erzählen?
Ja, sehr gerne. Schon von Klein auf kam ich mit Design und Kunst in Berührung. Meine Mutter war Produktdesignerin und mein Opa Maler. Wir hatten viele Kunstbücher zu Hause und durch ihre Arbeit konnte meine Mutter einige ausländische Architektur und Designzeitschriften abonnieren. So bekam ich Einblick in Design und Kunst. Außerdem hat sich meine Mutter immer etwas neues für die Einrichtung unserer Wohnung oder die Kleidung für mich und meinen Bruder ausgedacht, die sie dann selbst genäht hat. Alles war immer mit Stil und Geschmack gestaltet. Das hat mich geprägt.

Du bist ausgebildete Modedesignerin. Warum hast Du Dich für diesen Beruf entschieden?
Nach meinem Abitur habe ich Germanistik an der Linguistischen Universität in Moskau studiert. Am Ende dieses Studiums hatten wir einen Stundentausch mit der Humboldt Uni in Berlin. Berlin hat mich unglaublich inspiriert, ich fand die Stadt und die Menschen so weltoffen und kreativ, dass ich auch was Kreatives anfangen wollte. Das Modedesign lag mir nah: Ich liebe schöne Kleider und Stil, das Nähen machte mir auch immer Spaß.

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Wo hast Du vor Deiner Selbstständigkeit gearbeitet?
Gleich nach dem Studium in Berlin ging ich nach Paris und habe für die russische Mode und Kostümdesignerin Tatjana Lebedev und später für die Mode- und Schmuckdesignerin Mariana Draniceru gearbeitet. Später in Berlin für das Berliner Label INAT im Entwurf- und Schnittbereich.

Dein Label gibt es jetzt seit 2011. Gibt es DIE Erkenntnis der letzten fünf Jahre?
Ja, ganz deutlich. Wenn man neu anfängt, möchte man zeigen, was man draufhat und designt extravagante und aufwändige Kleidungsstücke. Wir haben gemerkt, dass man so viel Zeit gar nicht hat, wenn man zwei Musterkollektionen und Produktionen im Jahr umsetzt. Wir haben gelernt, schneller und exakter zu arbeiten und dabei trotzdem kreativ zu bleiben. Da wir in mehreren Ländern in Europa verkaufen, haben wir gemerkt, dass die Mode und Nachfrage auch unterschiedlich ist. Das berücksichtigen wir bei der Gestaltung und versuchen verschiedene Richtungen in einer Kollektion zu haben wie z.B. elegant, casual, sportlich, förmlich oder verspielt.

Du nennst Dein Team „cosmopolitisch“. Warum?
Seit Gründung meines Labels hatte ich Glück nette und interessierte Leute bei mir zu beschäftigen. Unser Team ist immer international besetzt, dabei sind junge Leute weltoffen, schauen nach vorne und haben ihre Ziele. In unserem Team waren bis jetzt Frauen aus Deutschland, Bulgarien, Italien, Russland und Frankreich dabei. Im Moment sind wir zu dritt im Atelier, dabei ist eine russische Kollegin und eine französische Studentin. Für externe Produktionen, wie Schnittgestaltung, Fotoshootings und Produktion habe ich noch mehr nette Kollegen, die ich mittlerweile auch zu meinem Team zähle.

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Woher nimmst du deine Inspiration für neue Produkte/neue Kollektionen?
Wir verfolgen Trends in der Mode, Architektur, Design und auch Kunst. Modeikonen, Schauspierinnen und Filme aus den 60ern sind immer wieder unsere Inspiration, wie z.B. Jane Birkin, Audrey Hepburn, Brigitte Bardot. Wir gehen jede Saison auf Stoffmessen und lassen uns von neuen Stoffen inspirieren.

Welches ist dein aktuelles Lieblingsstück?
Meine Lieblingsstücke sind im Moment das Cocktailkleid aus der aktuellen Sommerkollektion, was in ganz vielen verschiedenen Mustern aus Jacquardstoffen auch im nächsten Sommer angeboten wird, sowie das Stillkleid in der kommenden Herbstkollektion „Dress Nursing Blue Iris“ aus einem ganz tollen Stoff-Jacquardjersey.

Erzählst du uns eine Geschichte zu eurem Atelier?
Unser Atelier befindet sich im Herzen von Berlin, in der Nähe vom Alexanderplatz, in der Gegend von Prenzlauer Berg/Mitte, in der schönen Choriner Straße. In dem Atelier sind wir auch schon seit fünf Jahren und haben seit einem halben Jahr eine eigene Boutique im vorderen Raum eingerichtet und eröffnet. Hier wollen wir auch erstmal bleiben!

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Wo möchtest du in fünf Jahren mit deinem Label stehen?
Ich möchte auf jeden Fall, dass mein Label in vielen Ländern auch in Übersee bekannt wird, aber auch in Deutschland große Popularität genießt. Wir freuen uns auch, wenn wir unsere Kleidung in der Öffentlichkeit sehen. Neulich waren unsere Kleider im Frühstücksfernsehen von Sat1 zu sehen, die die schöne Alina Merkau getragen hat. Die Schauspielerin Rosalie Thomas sah auch wunderschön in unserem Kleid Cameo Blue auf ihrer Premiere in München aus. Im Nachklang haben wir viel positive Reaktion und neue Fans bekommen. Wir wünschen uns in fünf Jahren viel mehr davon und viele ‚red carpets‘!

Warum sollen Kunden Mode von Paula Janz Maternity kaufen? Was macht Deine Mode aus?
Durch den eigenen Laden bekommen wir viel Feedback direkt von den Kunden. Meistens wird gesagt, dass wir super schöne und moderne Kleider und einen besonders eleganten Stil haben. Das gilt nicht nur für festliche Mode, sondern auch für Kleider für jeden Tag. Auch Stillmode ist sehr gefragt wegen der Bequemlichkeit, der weichen Stoffen und der guten Passform.

Wie sieht ein typischer Wochentag mit Arbeit, Familie und Alltag aus?
Man braucht eine gute Organisation, so dass die Aufgaben unter der Woche zwischen mir und meinem Mann, der auch selbstständig ist, gut verteilt sind, da wir zwei Kinder haben: einen Schuljungen und ein 10 monatealtes Baby. Es gibt schon viel an einem Tag zu meistern, aber ich freue mich nach der Arbeit umso mehr, die Zeit mit den Jungs zu verbringen. Das ist eine schöne Abwechslung.

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Wie verbringt ihr eure Freizeit? An Wochenenden sind wir dann eher spontan: Freunde besuchen, Ausstellung oder Museum, im Sommer fahren wir oft raus in die Natur und an die vielen, schönen Seen, die Berlin zu bieten hat.

Wenn du in 20 Jahren auf deine heutige Arbeits- und Lebenssituation zurückblickt, welche Erinnerung bleibt für immer?
Ich bin wirklich froh, dass ich die Möglichkeit habe, kreativ zu arbeiten und dass dabei auch schöne Ergebnisse rauskommen, an die man sich später erinnern wird. Auch an die schönen Momente mit der Familie, die man besonders genießt, wenn man viel beschäftigt ist. Aber natürlich auch an Ferienzeit und Reisen, die man zusammen mit der Familie macht.

Vielen Dank für das tolle Interview und den Blick hinter die Kulissen von Paula Janz!

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