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Hinter den Kulissen – lenalieb

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Lena Lieb ist Modedesignerin und Mutter einer Tochter. Auf der Suche nach schadstofffreier und fair produzierter Kindermode entschied sie sich im Sommer 2013 dazu, ihr eigenes Label, lenalieb zu gründen. Wir haben die sympathische Wahlberlinerin zu Ihrem Leben und Arbeiten befragt…

Du bist ausgebildete Modedesignerin. Warum hast Du Dich für diesen Beruf entschieden?
Als gelernte Damenschneiderin und den damaligen Gesellenjahren bei einem renommierten Herrenschneider, damals in Frankfurt am Main lag das auf der Hand. Außerdem zog mich Berlin magisch an!

Wo hast Du vor Deiner Selbstständigkeit gearbeitet?
Neeon, Hugo Boss, HTW-Hochschule für Technik und Wirtschaft

Dein Label „lenalieb“ gibt es jetzt seit Ende 2013. Weißt Du noch welches das erste Modestück war, das Du hergestellt hast?
Der Größte Teil meiner Kollektionen beziehen sich auf Klassische Grundformen wie Body, Oberteil, Hose und das waren auch die ersten Modelle an den ich gearbeitet habe. Im Handstrick habe ich mit der Mütze „Wachtel“ gestartet, immer noch ein „Renner“ in meiner Kollektion.

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Woher nimmst du die Inspiration für neue Kollektionen?
Das Leben, mein Alltag, Gespräche mit Müttern und vor allem meine Tochter

Wie organisierst Du die Arbeit in Deinem Label – hast Du Unterstützung?
Wenn ich Unterstützung brauche habe ich mit der Zeit ein gutes Netzwerk aufgebaut auch durch die zusätzliche Arbeit an der HTW-Hochschule für Technik und Wirtschaft.

Wo befindet sich Dein Arbeitsplatz?
Überall! Die Denkfabrik ist mein Auto oder noch besser mein Fahrrad. Im Atelier wird produziert und entwickelt. Aber auch auf dem Markt wird nicht nur verkauft, sondern auch entwickelt, kalkuliert und nachgedacht. Zu Hause, in den Abendstunden passiert auch noch sehr viel. Der Austausch mit meinem Mann ist mir sehr wichtig. Ohne Ihn würde es nicht funktionieren!

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Das Sprichwort „Ich bin selbst und ständig“ sagt einiges aus. Ist es schwer für Dich, Beruf und Privatleben zu trennen?
Hi, ich glaube mit meiner Antwort zu „Wo befindet sich Dein Arbeitsplatz?“ wiederspiegelt das „selbst und ständig“. Ich arbeite gern und viel, aber irgendwann ist auch mal Schluss. Ich denke ich habe mit meiner Familie einen guten Rhythmus gefunden, mit klaren Strukturen, so dass auch das Kind nicht zu kurz kommt.

Was war die größte Herausforderung auf dem Weg in die Selbstständigkeit?
Genau diesen „work life balance“ zu finden. Dinge dann auch abzulehnen die man einfach nicht schafft.

Würdest Du heute etwas anders machen?
Darüber denke ich nicht nach!

Wo möchtest du in fünf Jahren mit „lenalieb“ stehen?
Wäre schön, wenn ich das Vollzeit machen und mir endlich auch ein Gehalt zahlen könnte!

Warum sollen Kunden Produkte von „lenalieb“ kaufen? Was macht Dein Label aus?
Alle Teile sind ausschließlich in Deutschland produziert. Nach GOTS Standard (Global Organic Textile Standard, Ökologie & soziale Verantwortung)
Die Materialien sind perfekt! Die Schnitte der Modelle sind bis in das kleinste Detail durchdacht und die Kombination mit den Drucken macht das ganze Einzigartig und Individuell. Wolle/Seide wächst auch mit, so dass es sich lohnt etwas mehr Geld aus zu geben.
lenalieb erkennt man sofort!

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Wie sieht ein typischer Wochentag mit Arbeit, Familie und Alltag bei Dir aus?
Jeder Tag ist anders aber irgendwie so: 6:00 klingelt der Wecker, 8:00 bin ich an der Kita, 8:30 im Atelier oder in der Hochschule, 15:00 ist erstmal Schluss und meine Tochter wird abgeholt. Zwischendurch das Mittagessen nicht vergessen. Den Nachmittag verbringen wir dann mit schönen Sachen wie tanzen, Spielplatz, Freunde. 18:30 haben alle Hunger und es wird oft gekocht. Danach beginnt das Abendprogramm für den kleinsten Schatz. Zur späten Stunde kommt auch noch mal der Computer raus, aber nicht immer!

Wie verbringt ihr eure Familienzeit?
Ich sag immer „dümpeln“ sonntags. Den Tag auf sich zukommen lassen. Mit einem kleinen Ausflug ins Berliner Umland oder Treffen mit Freunden. Ansonsten freuen wir uns immer auf unsere Familienurlaube ob am Meer, beim Skifahren oder im Zelt.

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Gibt es etwas, das dir im Familienalltag besonders wichtig ist?
Meine Tochter steht an erster Stelle.

Wenn du in 20 Jahren auf deine heutige Arbeits- und Lebenssituation zurückblickt, welche Erinnerung bleibt für immer?
Nichts ist unmöglich!

Vielen Dank liebe Lena, für den Blick hinter die Kulissen von lenalieb!

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