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Hinter den Kulissen – Gretas Schwester

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Gretas Schwester ist ein kleines Berliner Label, das wunderschöne und handgefertigte Produkte für Babys und Kinder herstellt. Mit ihren Babybüchern, Kalendern, Stofftieren oder Bechern nimmt Sarah, die Gründerin von Gretas Schwester, einen mit auf Reisen in ferne Länder und zu großen Abenteuern. Wir haben hinter die Kulissen von Gretas Schwester geschaut und Sarah ein paar Fragen gestellt…

Liebe Sarah, erzähl uns doch kurz wer du bist, woher du kommst und was du machst.
Ich bin Berlinerin, ausgebildete Grafik Designerin und Illustratorin und die Gründerin des Labels Gretas Schwester.

Weißt du noch welches das erste Produkt war, das Du hergestellt und verkauft hast?
Mein erstes Produkt war das Babybuch. Als meine kleinen Nichten geboren wurden, wollte ich ihnen etwas Persönliches schenken, etwas, das nicht rosa ist und was sie vielleicht in 18 Jahren an ihre Kindheit erinnert. Am Anfang habe ich jedes Buch selbst gedruckt und gebunden, inzwischen lasse ich das machen.

Wie kam es zur Gründung deines Labels ‚Gretas Schwester‘?
Die Gründung hing eng mit besagten Geburten in meiner Familie zusammen. Ich gestaltete Geburtskarten und Wale zum Kuscheln, die später die Basis meiner Produktpalette wurden. Nach meiner Ausbildung zur Grafik Designerin begann ich ein weiteres Studium in Bremen. Dort fühlte ich mich allerdings nicht so richtig wohl und baute mir nebenbei einen Onlineshop auf.

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Was für eine Geschichte steht hinter dem Namen ‚Gretas Schwester‘? Gretas Schwester
war ursprünglich der Name meines Blogs und ist frei erfunden. Wir sind momentan aber dabei, uns eine Geschichte zu Greta und ihrer Schwester auszudenken. Gretas Schwester, das kleine Mädchen Anuk, wohnt auf einer feuerspeienden Insel mitten im Ozean und lernt durch einen Zufall den gestrandeten Wal Greta kennen. Die beiden verbindet eine enge Freundschaft und sie werden Herzensschwestern.

Dein Label gibt es seit zwei Jahren. Was war das absolute ‚Gretas Schwester‘ Highlight in dieser Zeit?
Die Zusammenarbeit mit vielen lieben Menschen. Immer wieder bin ich von den positiven Feedbacks beeindruckt und gerührt und fühle mich bestärkt in dem was ich tue.

Wo befindet sich Dein Arbeitsplatz? Erzählst du uns eine Geschichte zu deinem Atelier?
Mein Arbeitsplatz liegt direkt hinter unserem StudioStore, den ich zusammen mit dem Kindermodelabel Monkind führe. Am Anfang habe ich immer von Zuhause aus gearbeitet, was aber schnell etwas eng und nicht besonders kommunikativ wurde. Monkind waren auf der Suche nach einem neuen, größeren Laden und als wir auf die Räumlichkeiten in der Crellestr. 3/4 in Berlin Schöneberg stießen, verliebten wir uns sofort.

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Woher nimmst du deine Inspiration für neue Produkte/neue Kollektionen?
Die Natur, Musik, Bücher und Filme haben einen besonders großen Einfluss auf meinen Schaffensprozess. Auch regen mich Farben oder Fotografien dazu an, neue Produkte zu kreieren. Die größte Quelle sind allerdings Reisen. Nirgendwo sonst kommen mir so viele Ideen wie unterwegs.

Worauf achtest du bei den verwendeten Materialien?
Wenn es möglich ist, verwende ich Recycling-Papier und Biobaumwolle. Die Materialien sollen hochwertig sein und nachhaltig produziert werden. Die Produktionsstätten, mit denen ich zusammenarbeite, sitzen alle in Deutschland.

Was war die größte Herausforderung auf dem Weg in die Selbstständigkeit?
Die Bürokratie raubt einem oft eine Menge Kraft. Ich verbringe viele Tage in der Woche damit, Papierkram zu erledigen. Außerdem muss man sich natürlich um vieles selbst kümmern, was einem sonst vom Arbeitgeber abgenommen wird.

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Und was ist der beste Aspekt der Selbstständigkeit?
Die Freiheit, das tun zu können, was man liebt. Es ist toll sein eigener Chef sein zu können, selbst zu entscheiden, welche Aufträge angenommen werden und welche Arbeiten Priorität haben.

Was kannst du anderen, die sich selbstständig machen möchten für einen Tipp geben?
Als erstes wohl viel Durchhaltevermögen, man kann alles schaffen, wenn man es nur ganz dringend möchte und dranbleibt! Außerdem ist es gut gleich zu Beginn organisiert an alles heranzugehen. Sind alle Unterlagen sinnvoll geordnet, gibt es, wenn es ernst wird, keine bösen Überraschungen. Hilfreich sind auch Praktika bei anderen Selbstständigen, um den wahren Alltag mitzuerleben und um festzustellen, ob es wirklich das Richtige für einen selbst ist.

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Ist es schwer für Dich als Selbstständige, Beruf und Privatleben zu trennen?
Am Anfang fand ich es unheimlich schwer Feierabend zu machen. Jetzt, mit meinem festen Arbeitsplatz im StudioStore, fällt mir das wesentlich leichter. Natürlich hört man aber trotzdem nie so ganz auf zu arbeiten. Ist es nun ein Instagram Post, ein Bild auf Pinterest nach Feierabend oder am Wochenende oder eine Mail die dann doch schnell noch beantwortet werden will.

Wenn du in 20 Jahren auf deine heutige Arbeits- und Lebenssituation zurückblickt, welche Erinnerung bleibt für immer?
Menschen, die mir Fotos von ihren ausgefüllten Baby- und Schwangerschaftsbüchern schicken, Bilder von meinem Emaillebecher irgendwo an den klarsten Bergseen oder ein Baby, dass ganz fest Fred den Fuchs knuddelt. Und natürlich das Gefühl von so vielen tollen Personen in- und außerhalb meines Umfeldes unterstützt worden zu sein. Das Gefühl mir etwas Eigenes aufgebaut zu haben wird mich hoffentlich auch in 20 Jahren immer wieder motivieren.

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Vielen Dank für das Interview liebe Sarah und für den Blick hinter die Kulissen von Gretas Schwester!

Fotos: Jules Villbrandt von HERZ&BLUT

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